Do Khyi / Tibetan Mastiff... Rarität oder Mode-Hund?

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Liebe Do Khyi / Tibetan Mastiff-Freunde,

 

der Do Khyi / Tibetan Mastiff ist in unseren Breiten, in Europa, eine mehr oder weniger unbekannte und wenig verbreitete Hunderasse.  Meist wird sie auf Grund ihrer speziellen "Eigenarten" von auch den dazu passenden Besitzern gehalten. Auf Ausstellungen der nationalen und internationalen Ebene sind in der Regel  um die 10-15 Do Khyi / Tibetan Mastiff zu sehen; bei speziellen Tibet Dog Shows auch einmal um die 50 Hunde, dies ist dann schon für den echten Liebhaber dieser Rasse ein besonderes Ereignis.

Anders verhält es sich in China. Wie ich schon in einigen anderen Beiträgen auf unserer Webseite andeutet habe, haben die Chinesen eine andere Vorstellung vom Do Khyi / Tibetan Mastiff. Hinzu kommt dass der Tibetan Mastiff dort zum absoluten Modehund und Statussymbol  der Reichen geworden ist. Die Summen die hier für einen Do Khyi / Tibetan Mastiff gezahlt werden übersteigen bei weitem unser Vorstellungsvermögen ( siehe http://www.quamdo.de/do-khyi-umschau.html ) .

In China werden natürlich auch Hundeausstellungen ausgerichtet, auch für Do Khyi / Tibetan Mastiff. Unabhängig von dem etwas anderen "Geschmack" bezüglich des Aussehens dieser Hunde, ist die Anzahl der dort ausgestellten und gezeigten Hunde "leicht" unterschiedlich von den hiesigen.

Im chinesischen Xanghi wurden am 23.02.2011 in einer "internationalen Tibetan Mastiff competition" mehr als 1.000 Tibetan Mastiff vorgestellt.

http://english.peopledaily.com.cn/90001/90782/7297733.html

Mit gleichem Datum schreibt china.org.cn über eine Ausstellung  in Hefei, Anhui Province, bei der mehr als 2.000 Tibetan Mastiff / DoKhyi ausgestellt wurden.

http://www.china.org.cn/photos/2011-02/23/content_21987339_6.htm

Hinsichtlich der Anzahl der allein dort ausgestellten Hunde; die wie die Masse in der Regel in zum Teil staatlichen "Zuchtfabriken" (ich bin fast geneigt zu schreiben = vermehrt werden) gezüchtet werden, kann man nicht mehr von einer seltenen Rasse sprechen. Zudem lassen die in China gezahlten Preise für solche Hunde den Schluß zu, dass die Zucht in China von Tibetan  Mastiff / Do khyi ausschließlich auf maximalen Gewinn ausgerichtet ist und nicht zur Förderung und Erhalt dieser besonderen Hunderasse dient.

Falls China das Patronat der FCI über die Rasse Do Khyi / Tibetan Mastiff erhält, dürfte dies unter den gegebenen Umständen, das "Aus" für diese Hunderasse in ihrer ursprünglichen Form bedeuten. (http://www.quamdo.de/do-khyi-umschau/nomadenhunde.html )